Unterhaltungsmusik


Gehobene Unterhaltungsmusik


  • Populäre und kommerzielle, meist leichte Symphonik
  • Unterhaltsam, überblickbar und verständlich für das Publikum
  • Verwendung einfacher Melodien und Harmonien
  • Der Rhythmus hat eine primäre Funktion!
  • Komplizierte Instrumentation (Hohe Anforderungen an Arrangeure)
  • Einbezug von Jazz-, Swing-, Dixie-, Blues- und Folklore-Elementen.
  • Es geht primär nicht um das Wesen des Stücks, sondern um die Formen und das Gestalten der musikalischen Sprache, ihrer Artikulation, und auch um die Möglichkeiten und Grenzen der Rezeption.
  • Die Musikwissenschaft vernachlässigt sie!

Quelle: "Gehobene Unterhaltungsmusik" Dr. Margaret Engeler (Verlag Krebs AG, Basel 1993, ISBN 3-85775-953-7)


Unterschätzte Unterhaltungsmusik

Es ist an der Zeit, dass die lange vernachlässigte Unterhaltungsmusik musikgeschichtlich aufgearbeitet wird. Den ständig wechselnden Anforderungen, stilistisch, technisch, musikalisch, waren nur die besten Musikerinnen und Musiker gewachsen! Alle Forschungen, die in diese Richtung gehen, sind unbedingt zu unterstützen, da mit der Abschaffung der Radio-Orchester bereits jetzt viel Wissen verloren gegangen ist!

 

Die Schweiz hatte in der Blüte der Zeit der Radio-Orchester brillante Musiker anzubieten, die oft unterschätzt wurden (Dumont, Moeckel, Mersson, Leutwiler). Dass über deren Wirken, Art der Komposition, Art der Arrangements, eine Forschungsarbeit entstehen soll, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden!

 

Reto Parolari, Winterthur, 26. Januar 2016

                                                                        Quelle: "U-Musik" Mai 2017, Informationen des Kulturvereins PRO ORP