5. Glücksvogel

"Glücksvogel" heisst eine seiner erfolgreichsten Kompositionen, und ein Radioreporter meinte einmal: "Sie sind doch selber dieser Glücksvogel".

Die nun folgende, schöpferisch fruchtbarste Zeit war für Toni beglückend. Er schrieb jede Art Musik und für jede Gelegenheit. Es trafen Aufträge für alle möglichen Orchesterbesetzungen ein

  • vom Südwestfunk für das kleine Unterhaltungsorchester Willi Stech
  • vom Südwestfunk für das grosse Rundfunkorchester Emmerich Smola
  • vom Westdeutschen Rundfunk Köln für das Orchester Hans Bund
  • vom Westdeutschen Rundfunk Köln für da grosse Rundfunkorchester Hermann Hagestedt
  • vom Norddeutschen Rundfunk Hamburg und Hannover für kleine Ensembles
  • vom Österreichischen Rundfunk für das Philharmonische Orchester Graz
  • vom Werbefunk und Werbefernsehen des Südwestfunks
  • von verschiedenen Verlegern für Schallplattenaufnahmen

Durch Bandaustausch erklang seine Musik auch von anderen Sendern. Ein Abteilungsleiter in München sagte einmal: "Leutwiler ist für uns das tägliche Brot". Leider steckte die Schallplattenindustrie damals noch in den Kinderschuhen und Musikkassetten und CDs kannte man schon gar nicht; deshalb existieren heute nur noch wenige brauchbare Aufnahmen.

Die Schweiz ist ein Holzboden für einheimische Kunst. Dies belegte einmal mehr eine von der SUISA veröffentlichte Statistik über Musikaufführungen schweizerischer Autoren im Programm der SRG, verglichen mit dem Ausland:

  • Frankreich 50 % Musikanteil eigener Komponisten
  • Deutschland 42.5 %
  • Spanien 37 %
  • Österreich 28.1 %
  • Belgien 18.3 %
  • Schweiz 9.3 %
1952 bis 1970 - das kleine Unterhaltsungsorchester des Südwestfunks (am Pult: Willi Stech und Toni Leutwiler)
1952 bis 1970 - das kleine Unterhaltsungsorchester des Südwestfunks (am Pult: Willi Stech und Toni Leutwiler)